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Die Stadt Vinnitsa

Im 14. Jahrhundert wurde am rechten Ufer des Südlichen Bug eine Stadt gegründet, die den Namen Vinnitsa erhielt. Ihr Mittelpunkt wurde eine Burg mit Befestigungen aus Balkenwerk, wo die Einwohner der Stadt und der umliegenden Dörfer im 15. und 16. Jahrhundert vor den verheerenden Überfällen der Tataren Zuflucht fanden. In dieser Zeit (1530 - 1550) kämpfte der deutsche Schlesier Bernhard von Prittwitz († 1561) als Starost von Bar und Vinnitsa (ab 1540) sehr erfolgreich gegen die Tartaren und wurde dadurch zum "Terror Tartarorum" (Schrecken der Tartaren). Im 17. Jahrhundert entstanden die ersten Steinbauten (Kirche und Schule), die noch erhalten sind. Interessant sind die hölzerne Nikolai-Kirche (1746) in der Altstadt, die Bauten der einstigen Klöster der Kapuziner (1760) sowie der Jesuiten und der Dominikaner (17. bis 18. Jahrhundert).

In Vinnitsa befindet sich eine 1927 geschaffene Gedenkstätte für den dort geborenen namhaften ukrainischen Schriftsteller Mychailo Kozjubynsky, sowie in fünf Kilometer Entfernung von der Stadt im Dorf Pirogowo (einstmals Wischnja) eine weitere Gedenkstätte, das Anwesen des berühmten Chirurgen und Pädagogen des 19. Jahrhunderts, Nikolai Iwanowitsch Pirogow (1810-1881), der zu den Begründern der Chirurgie als medizinische Disziplin gehörte. Daneben befindet sich eine Gruft mit dem Grab des Gelehrten.

Zwischen Juli 1942 und Februar 1943 befand sich das deutsche Führerhauptquartier Wehrwolf in einem Wald 15 km nördlich von Vinnitsa.